Mit der Wohnanlage IKS hat die Freiburger Stadtbau einen markanten Baustein im Güterbahnareal Nord realisiert. Das Projekt vereint geförderten Wohnungsbau, soziale Infrastruktur und qualitätsvolle Freiraumgestaltung zu einem integralen Quartierskonzept. Es leistet einen wichtigen Beitrag zur Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums und zeigt vorbildhaft, welchen Beitrag kommunaler Wohnungsbau im Rahmen der Entwicklung des Güterbahnareals leistet.
Insgesamt entstanden 76 öffentlich geförderte Mietwohnungen mit einem breiten Spektrum unterschiedlicher Wohnungsgrößen von Familien- bis Kleinstwohnungen, u. a. für Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind. Die konsequent barrierefreie Zugänglichkeit aller Wohnungen gewährleistet eine langfristige Nutzbarkeit für unterschiedliche Lebensphasen und Bewohnergruppen.
Der Entwurf von mbpk Architekten besteht aus einem siebengeschossigen Langhaus sowie zwei kompakten fünfgeschossigen Punkthäusern im rückwärtigen Bereich. Das straßenseitige Gebäude bildet eine klare Raumkante und fungiert gleichzeitig als Schallschutzriegel. Dadurch entstehen geschützte Wohn- und Freiräume mit hoher Aufenthaltsqualität im Inneren des Quartiers. Eine vorgehängte Holzfassade verleiht dem Langhaus seine prägnante Identität, während die Gartenhäuser in monolithischer Bauweise errichtet wurden.
Mittelpunkt der Anlage ist das sogenannte „Grüne Zimmer“, ein großzügig gestalteter Innenhof, der als gemeinschaftlicher Freiraum die drei Baukörper miteinander verbindet. Spielbereiche, Urban-Gardening-Flächen, Aufenthaltszonen und ein differenziertes Begrünungskonzept schaffen einen lebendigen Ort der Begegnung und stärken die soziale Vernetzung innerhalb der Bewohnerschaft. Fassadenbegrünungen, extensive Dachbegrünungen und ein nachhaltiges Regenwassermanagement tragen darüber hinaus zur ökologischen Gestaltung des urbanen Standorts bei.
Ein besonderer Mehrwert für das Quartier entsteht durch die integrierte viergruppige deutsch-italienische Kindertagesstätte.
Auch energetisch erfüllt das Ensemble hohe Anforderungen. Die Wohngebäude wurden im Effizienzhaus-55-Standard, die Kindertagesstätte im Effizienzhaus-40-Standard errichtet. Die Wärmeversorgung erfolgt über das Fernwärmenetz, ergänzt durch Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen und ein Mieterstrommodell. Ein zukunftsorientiertes Mobilitätskonzept mit reduziertem Stellplatzschlüssel, umfangreichen Fahrradabstellmöglichkeiten sowie vorbereiteter Ladeinfrastruktur für Elektromobilität unterstützt die klimaorientierten Ziele des Projekts.
Dieses Projekt teilen:(geplante) Bauzeit:
2023 – 2026
Nutzungsart:
geförderter Wohnungsbau
76 Wohneinheiten
Deutsch-französiche Kita mit vier Gruppen
Spiel- und Aufenthaltsflächen
Freiraumkonzept: Begrünter Innenhof
Fläche:
insgesamt über 5000 m² Wohnfläche
Mobilität:
48 Pkw-Stellplätze (Tiefgarage)
190 Fahrradstellplätze
ÖPNV-Ticket-Unterstützung bei Pkw-Verzicht
Freiburger Stadtbau
MBPK Architekten und Stadtplaner GmbH











