Mit dem Projekt Hornbühl Ost hat die Freiburger Stadtbau den östlichen Abschluss des Neubaugebiets Ebnet realisiert und zugleich ein beispielhaftes Modell für zeitgemäßen geförderten Wohnungsbau geschaffen. Am Rande einer gewachsenen Siedlungsstruktur entstand ein Ensemble aus drei Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 24 öffentlich geförderten Wohnungen und rund 2.000 Quadratmetern Wohnfläche. Der Entwurf verbindet soziale Anforderungen, ressourcenschonendes Bauen und eine ortsbezogene Architektursprache zu einem stimmigen Ganzen.
Die städtebauliche Setzung reagiert sensibel auf die besonderen Rahmenbedingungen des Standorts. Ein viergeschossiger Baukörper entlang der Schwarzwaldstraße bildet den markanten Auftakt des Ensembles. Die zwei dahinterliegenden dreigeschossige Gebäude gruppieren sich um einen zentralen Innenhof. Durch diese differenzierte Höhenentwicklung gelingt eine selbstverständliche Einbindung in die vorhandene Bebauung sowie eine präzise Ausformulierung des Ortsrandes.
Besonders prägend ist die konsequente Umsetzung in Holzbauweise. Mit Ausnahme der Tiefgarage sowie der vorgelagerten Balkon- und Laubengangkonstruktionen wurden die Gebäude nahezu vollständig aus Holz errichtet. Holzrahmenbauwände, Brettsperrholzdecken und Fassaden aus heimischer Weißtanne bestimmen das architektonische Erscheinungsbild und verleihen dem Ensemble eine natürliche Materialität. Der hohe Vorfertigungsgrad der Bauteile ermöglichte eine effiziente und zugleich qualitativ hochwertige Realisierung.
Die Wohnungen orientieren sich überwiegend an den Bedürfnissen von Familien. Sämtliche Einheiten sind barrierefrei erschlossen und über Aufzüge erreichbar. Außenliegende Laubengänge schaffen kommunikative Begegnungszonen und fördern das nachbarschaftliche Miteinander.
Auch im Energiekonzept setzt das Projekt konsequent auf Nachhaltigkeit. Als Effizienzhaus 55 konzipiert, wird die Anlage über eine zentrale Luft-Wasser-Wärmepumpe versorgt. Großflächig belegte Photovoltaikanlagen auf den asymmetrischen Satteldächern erzeugen regenerativen Strom, der über ein Mieterstrommodell bezogen werden kann. Begrünte Fassaden, extensive Vegetationsflächen und ein naturnah gestalteter Freiraum mit Spielbereichen, Aufenthaltszonen und Mietergärten stärken die ökologische Qualität des Quartiers.
Hornbühl Ost zeigt eindrucksvoll, dass anspruchsvoller Holzbau, wirtschaftliche Umsetzung und geförderter Wohnungsbau keinen Widerspruch darstellen müssen. Vielmehr entsteht ein identitätsstiftender Ort, der den Übergang zwischen Stadt und Landschaft architektonisch präzise formuliert und einen nachhaltigen Beitrag zur Quartiersentwicklung leistet.
Dieses Projekt teilen:(geplante) Bauzeit:
Q4/2024 – Q4/2026
Nutzungsart:
24 Wohnungen, überwiegend familienfreundliche 3- und 4-Zimmer-Wohnungen, geförderter Wohnungsbau, drei Gebäude in Holzbauweise
Fläche:
2.000 m² Wohnfläche
Besonderheiten:
Umsetzung FSB-Maßnahmenkatalog „Barrierefreies Bauen“,
Energie-Effizienzhaus-Standard 55,
PV-Anlagen auf den Dächern mit Mieterstrommodell,
Energiekonzept: Wärmepumpe
Freiburger Stadtbau
Harter + Kanzler & Partner Freie Architekten BDA – PartG mbB











