Ein New-Work-Place mit langer Geschichte
Das alte Heizkraftwerk des Krankenhauses München Schwabing – das erste Heizkraftwerk Münchens – wird umfassend und denkmalgerecht zu dem modernen Bürogebäude „Maschinenhaus Schwabing“ weiterentwickelt. Der Bestand mit seinen prägenden Elementen (historische Fenster, Fliesenspiegel, Kranbrücke und Kratzputzfassade) wird dabei zum Anker für eine einzigartige architektonische Lösung.
Die Ausgangslage einer denkmalgeschützten Maschinenhalle mit enormer Raumgröße ohne jegliche Trennung oder Geschosse stellte für die Umnutzung eine besondere Herausforderung dar. Im Inneren wurde daher eine Stahlkonstruktion integriert, die neue, offene Räume schafft, ohne in die historische und schützenswerte Bausubstanz einzugreifen. Dabei wird das Konzept „Raum im Raum“ verfolgt. Die beiden neuen Seitenflügel sind integriert, bleiben jedoch bei genauerem Hinsehen ablesbar. So entsteht ein in sich schlüssiges und zugleich ehrliches Ensemble.
Standardisierte Arbeitsplätze? – Ganz im Gegenteil!
Der sensible Umgang mit dem Bestand und die besondere Ausgestaltung der Flächen ermöglichen anstelle normierter Arbeitsplätze eine Vielfalt unterschiedlicher Licht- und Temperaturverhältnisse. So erhalten Mitarbeitende die Möglichkeit, den jeweils passenden Arbeitsplatz für ihre Aufgaben selbst zu wählen.
Dieser Ansatz wird wissenschaftlich von der TU München begleitet, die nach dem Einzug der ersten Mieter untersucht, welche Licht- und Temperaturverhältnisse von Büromitarbeitenden bevorzugt werden.
Low-Tech-Champion
Die vorhandenen Eigenschaften des Gebäudes, wie die dicken Massivwände, werden Teil des Energiekonzepts (thermische Trägheit). Die Gebäudeorientierung ermöglicht eine optimale Querlüftung. Der Luftaustausch erfolgt CO₂-gesteuert über automatische Fensteröffnungen.
Heizung und Kühlung erfolgen über eine automatisch gesteuerte Fußbodenheizung sowie durch eine optimale Luftzirkulation dank der offenen Bauweise. Das Gebäude kommt durch den Low-Tech-Ansatz vollständig ohne Klimaanlage aus.
Gegenüber einem effizienten Neubau spart die Revitalisierung des Maschinenhauses Schwabing 47,7 % CO₂-Emissionen ein. In der Gesamtbetrachtung bis 2050 werden durch die Nutzung der bestehenden Bausubstanz und das Klimakonzept rund 1.541.243 kg CO₂-Äquivalente gegenüber einem effizienten Büro-Neubau eingespart.
Umgeben von Innovation
Der Norden des Stadtteils Schwabing ist von der Präsenz innovativer Unternehmen wie Microsoft, IBM und BMW geprägt. Die zukünftigen Mieter profitieren von dieser wirtschaftlichen Stärke und dem dynamischen Umfeld.
Bauzeit:
2024 – Q2/2026
Flächen:
BGF: 3.090 m²
Grundstücksfläche: 3.301 m²
e+k Development GmbH (Kesselhaus GmbH & Co. KG)
Hild und K Architekten,
Transsolar Energietechnik GmbH (Klimakonzept)











