Das 3-teilige Ensemble „Gleiskarree Ditzingen“ bildet einen wichtigen Baustein in der Stadt und trägt maßgeblich zur Belebung des Raumes rund um den Bahnhof bei. Die Baukörper definieren eine einladende, moderne Stadtmitte und setzen durch ihre präzise Positionierung bewusst Akzente zur Betonung von Sichtachsen im urbanen Gefüge. Als hybrides Quartier auf knapp 4.700 m² vereint das Projekt eine zukunftsweisende Nutzungsmischung aus 6.000 m² modernen Büro-, Handels-, Wohn- und Gastronomieflächen, und schafft so einen lebendigen Ort für unterschiedliche Aktivitäten. Die plastischen Fassaden verleihen dem Ensemble einen eigenständigen Charakter und orientieren sich konsequent an der jeweiligen Nutzung – eine architektonische Geste, die Funktion und Gestaltung miteinander verschmelzen lässt. Nachhaltigkeit ist integraler Bestandteil des Konzepts: Das Projekt ist DGNB Gold zertifiziert und setzt damit Maßstäbe für ressourcenschonendes Bauen. So entsteht ein Quartier, das städtebauliche Qualität, funktionale Vielfalt und ökologische Verantwortung vereint. Das Ziel war die Transformation einer monofunktionalen Verkehrsfläche in ein lebendiges, hybrides Stadtquartier. Wo zuvor ein ebenerdiger Parkplatz das Bild am Bahnhof prägte, sollte ein repräsentatives Entree entstehen, das die Identität der Stadt beim Ankommen neu definiert. Durch die Verlagerung des ruhenden Verkehrs in ein integriertes Parkhaus verfolgten wir das Ziel, wertvolles Bauland im innerstädtischen Kern zu reaktivieren und den Stadtraum zu heilen. Ein wesentlicher Fokus lag dabei auf der Behebung der mangelnden Nahversorgung im Viertel. Unser Ziel war es, durch die Ansiedlung von Handel und Gastronomie nicht nur funktionale Lücken zu schließen, sondern einen Ankerpunkt für das Quartier zu schaffen, der soziale Interaktion fördert und so maßgeblich zur Aufwertung des Bahnhofsumfelds sowie zur Resilienz der Stadtmitte beiträgt. Was dieses Projekt von klassischen innerstädtischen Entwicklungen unterscheidet, ist die radikale Konsequenz in der Symbiose:
Chirurgische Stadtreparatur statt Solitär-Architektur: Dieses Ensemble agiert als verbindendes Element. Die Besonderheit liegt in der präzisen Setzung der Baukörper, die bestehende Sichtachsen nicht nur respektieren, sondern sie erst als räumliche Leitlinien für die gesamte Stadtmitte inszenieren.
Effizienz durch Flächenrückgewinnung: Die Transformation eines einfachen Parkplatzes in ein hochverdichtetes, ökologisch zertifiziertes Quartier ist ein Best-Practice-Beispiel für die notwendige Innenentwicklung unserer Städte, ohne dabei die Aufenthaltsqualität der Masse zu opfern.
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2021
(geplante) Fertigstellung:
10/2026
Real I.S. Individualfonds 1 Ditzingen GmbH
BWK.Architekten GmbH
Peter Groß Hochbau GmbH & Co. KG









