© Freie und Hansestadt Hamburg

Umbau Jungfernstieg Hamburg - Stadt will 13 Millionen Euro in den endgültigen Umbau investieren

Die Stadt Hamburg will 13 Millionen Euro in den endgültigen Umbau des Jungfernstiegs investieren: Hamburgs Gute Stube wird noch grüner und attraktiver

Umbau Jungfernstieg Hamburg: Die Visualisierung zeigt Kinder, die mit Wasserfontänen spielen.
© Freie und Hansestadt Hamburg

Der Hamburger Senat hat heute den Weg frei gemacht für die finale Phase des Umbaus des Jungfernstiegs. Nachdem im Herbst 2020 bereits die Verkehrsführung geändert und ein Provisorium mit begrünter Mittelinsel errichtet wurde, soll Anfang 2024 der endgültige Umbau erfolgen. Hierfür will die Stadt insgesamt rund 13,4 Millionen Euro investieren.

Zentraler Bestandteil des Umbaus wird die deutlich schmalere Fahrbahn sein, die das Überqueren des Jungfernstiegs für Fußgängerinnen und Fußgänger erheblich vereinfacht. Auf der Wasserseite des Jungfernstiegs wird so viel Platz gewonnen, um die Aufenthaltsqualität noch einmal deutlich zu erhöhen. Unter anderem wird hierfür eine zusätzliche Baumreihe angelegt. Insgesamt werden zahlreiche neue Sitzmöglichkeiten geschaffen und der Boulevard durch weitere Pflanzen noch grüner gemacht. Die Kreuzungsbereiche am Neuen Jungfernstieg und am Ballindamm werden so umgestaltet, dass Falschfahrer nicht mehr auf den Jungfernstieg einbiegen und aus dem Jungfernstieg nicht mehr auf die Große Bleichen fahren können.

Die Pläne der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende sowie der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen basieren zum einen auf den Erfahrungen aus der ersten Bauphase, zum anderen auf den Rückmeldungen der Anliegerinnen und Anlieger sowie der Stadtgesellschaft. Die Maßnahme wird vom Bezirk Mitte unterstützt und durch den Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) umgesetzt.

Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende: „Als ein Leitprojekt für die gesamte Innenstadt wollen wir den Jungfernstieg noch schöner, grüner und attraktiver machen. Es soll einfach viel Spaß machen, hier Zeit zu verbringen und Hamburg zu genießen. Wir werden dazu neue Bäume pflanzen, wir erhöhen die Aufenthaltsqualität an der Binnenalster und wir vergrößern den Raum für das Flanieren. Dieser Entwurf zeigt, dass es sich ausgezahlt hat, den Jungfernstieg in zwei Schritten mit intensiver Beteiligung der Hamburgerinnen und Hamburger zu entwickeln. Wir haben wertvolle Hinweise und Wünsche erhalten, die jetzt in den endgültigen Umbau einfließen. Ich denke, heute sind sich fast alle einig: Dieser Entwurf wird unsere Gute Stube noch anziehender machen und gleichzeitig die Konflikte im Straßenverkehr deutlich reduzieren. Und ich bin sicher: Nach dem endgültigen Umbau wird der Jungfernstieg ein noch stärkerer Besuchermagnet in der Innenstadt sein als bisher.“

Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Hamburgs Innenstadt stellt sich dem Wandel, wir sehen an vielen Orten erste gute Zeichen der Veränderung: Neue Wohnungen entstehen, Wegeverbindungen werden verbessert und der öffentliche Raum wird an vielen Orten aufgewertet. Ziel ist ein gut verknüpftes Netz aus Flanierräumen, das die attraktiven Plätze und Gewässer verbindet. Hopfenmarkt, Burchardplatz und die Domachse werden neugedacht und neugestaltet – und mit dem Jungfernstieg geht eine der bekanntesten Visitenkarten Hamburgs in die finale Umbauphase. Weitgehend autofrei, grün, offen und einladend, schon die Übergangsphase hat einen großen Schritt in diese Richtung gemacht. Durch den jetzigen Umbau wird der Jungfernstieg endgültig wieder zu Hamburgs guter Stube, die die Binnenalster mit der Innenstadt verbindet.“

Der Umbau des Jungfernstieges ist eines der zentralen Leitprojekte für die Weiterentwicklung der Innenstadt und fest im Arbeitsprogramm des Senats sowie im Handlungskonzept Innenstadt „Eine attraktive Innenstadt für alle“ verankert. Vor dem Hintergrund der übergeordneten Ziele, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und mehr Raum für Fußgängerinnen und Fußgänger zu schaffen, ist die Verkehrsberuhigung am Jungfernstieg ein zentrales Kriterium der Umgestaltung. Die Umsetzung des Projektes ist damit zugleich ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer attraktiven Innenstadt und bei der Förderung der Mobilitätswende.

Die Straße wird auch zukünftig als Kommunal-Trasse für Linienverkehr, Taxen, Radfahrende, sowie zeitlich beschränktem Lieferverkehr freigegeben sein. Für den privaten Autoverkehr bleibt er gesperrt. Die Aufenthaltsqualität soll neben einer zusätzlichen Baumreihe auch durch eine Ergänzung der Stadtmöblierung mit einer erhöhten Anzahl an Sitzgelegenheiten in Form von Sitzbänken und familienfreundlichen Angeboten für Spiel und Bewegung erhöht werden. Dazu gehören ein Tanzglockenspiel und Sprungfeldern sowie ein Nebelfeld.

Einfluss auf die endgültige Umgestaltung des Jungfernstiegs hatte eine Reihe von Beteiligungsformaten. Unter anderem konnten die Hamburgerinnen und Hamburger in zwei Online-Beteiligungen die bereits umgesetzten Maßnahmen aus dem Oktober 2020 (Phase 1) sowie die Planungen für Phase 2 bewerten und kommentieren. Zudem organisierte der LSBG drei Stakeholdertische mit stadtinternen und weiteren Interessengruppen sowie Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Behörden zu verschiedenen Schwerpunktthemen.