Architekten vor dem Holzhochhaus „Roots“ in der Hamburger HafenCity © Störmer Murphy and Partners GmbH / Fotograf: Christian Schoppe

Pionierprojekt für den urbanen Holzbau in Deutschland: Roots in Hamburg

Empfehlung der dba

Visualisierung des Holzhochhauses Roots in Hamburg. Die Skyline spiegelt sich im Gegenlicht des Sonnenuntergangs im Wasser.

ROOTS: Höchstes Holzhochhaus Deutschlands im Herzen Hamburgs

In der pulsierenden HafenCity Hamburgs entsteht ein architektonisches ...
roots | Hamburg Hafencity

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Das roots steht für die Vision von GARBE ...

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Nach Fertigstellung der Fassade ist „Roots“ schon jetzt ein weithin sichtbares Symbol nachhaltiger Architektur. Der Entwurf stammt von dem renommierten Hamburger Architekturbüro Störmer Murphy and Partners.

Die ArchitektInnen von Störmer Murphy and Partners haben eine lange Tradition darin, nachhaltige und innovative Architektur voranzutreiben. Was 2017 zu avantgardistisch für einen anderen Wettbewerb gedacht war, begeisterte jedoch den Bauherren GARBE Immobilien-Projekte GmbH und entwickelte sich zum Referenzprojekt der nachhaltigen Stadtentwicklung. Nun ist eine weitere Bauphase abgeschlossen: Die Fassade des höchsten Holzgebäudes in Deutschland ist fertiggestellt. Mit der glas-umhüllten Holzfassade entfaltet „Roots“ nun seine architektonische Strahlkraft als Leuchtturmprojekt und markanter Orientierungspunkt der Hamburger HafenCity.

Der 65 Meter hohe Hybridbau mit 19 Geschossen bietet rund 180 Wohneinheiten, wovon ein Drittel geförderte Mietwohnungen sind. Auf zwei Ebenen des Neubaus ist ein Ausstellungszentrum der Deutschen Wildtier Stiftung entstanden, die hier eine multimediale Ausstellung zum Thema Natur- und Artenschutz in Deutschland präsentieren wird. Lernwerkstätten und ein Naturfilmkino sind Teil des öffentlich nutzbaren Konzepts. Im urbanen Kontext ist „Roots“ ein Pionierprojekt. „Bislang war es nicht möglich, die hohen Sicherheitsanforderungen an ein Haus dieser Höhe in Deutschland mit einer Holzhybridkonstruktion zu erfüllen. Dank der verantwortungsvollen Zusammenarbeit eines interdisziplinären Teams ist uns dies nun gelungen. Heute schauen wir auf eine hochwertige und werthaltige Architektur, deren kraftvolle und zugleich feinfühlige Gestalt aus den vielfältigen Herausforderungen dieser Aufgabe schöpft.“ – erklärt Kasimir Altzweig, der als Partner insbesondere für Wettbewerbe verantwortlich ist.

Alle tragenden Bauteile der Wohngeschosse wurden in Holzbauweise errichtet, lediglich der Sockelbau sowie die drei Erschließungskerne wurden als Stahlbetonkonstruktion geplant. Im Vergleich zur Errichtung in konventioneller Bauweise spart „Roots“ 31 Prozent (3.520 t) CO2. Zieht man nur die Ebenen ab dem dritten Obergeschoss zum Vergleich heran, sind es sogar 70 Prozent. Um diesen Umweltstandard zu erreichen, sind die ArchitektInnen in verschiedenen Bereichen neue Wege gegangen und haben neue Konzepte erprobt. „Es war stets unsere Prämisse, mit den Rohstoffen verantwortungsvoll umzugehen. Auch wollten wir Verbundkonstruktionen aus Holz und Beton vermeiden, die sich nicht sortenrein voneinander trennen lassen. Folglich haben wir uns für massive Brettsperrholzdecken entschieden, die untereinander verschraubt sind und später demontiert werden können.“ – so Uta Meins, Projektleiterin.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass „Roots“ den aktuellen Entwicklungsstand im modernen Holzbau in Punkto Statik, Brand- und Schallschutz repräsentiert. Auf diesen Erfahrungen werden wir aufbauen und viele weitere Holzbauprojekte vorantreiben.“ – betont Martin Murphy, Partner.

Zur Projektvorstellung: ROOTS

Visualisierung des Holzhochhauses Roots in Hamburg. Die Skyline spiegelt sich im Gegenlicht des Sonnenuntergangs im Wasser.
Roots in Hamburg – höchstes Holzhochhaus Deutschlands

Daten und Fakten von Roots
Standort: Hamburg-HafenCity
Bauherr: Garbe Immobilien-Projekte GmbH und Deutsche Wildtier Stiftung
Größe: BGF 36.000 m2
Leistungen: LPH 1-5
Geplante Fertigstellung: 2024

Über Störmer Murphy and Partners
Die von Martin Murphy und Kasimir Altzweig geführte Störmer Murphy and Partners GbR geht auf das 1990 gegründete Büro Alsop & Störmer Architects zurück. Seither hat das Büro zahlreiche nationale und internationale Architekturwettbewerbe gewonnen, über 50 anspruchsvolle Kultur-, Hotel-, Wohn- und Verwaltungsgebäude realisiert und ist mit einer Reihe von Architekturpreisen ausgezeichnet worden. Im Team des Büros mit Sitz auf der Hamburger Fleetinsel arbeiten derzeit mehr als 30 Architekten, unter anderem am Stadtteilzentrum Freiham in München, dem Stadtquartier Behrensufer in Berlin sowie der Firmenzentrale von Gascade in Kassel.