Die Baugenossenschaft Hamburger Wohnen feierte am 16.04.2026 das Richtfest für den Neubau „Hand in Hand für Barmbek“ in Hamburg. Hier entstehen 59 neue Wohnungen. Die Wohnungen sind öffentlich gefördert durch die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg). Der Bezug ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen, das Investitionsvolumen liegt bei rund 28,8 Mio. Euro.

Gemeinsame Infrastruktur
Dieses Baufeld ist der letzte Baustein des neuen Wohnquartiers, in dem in den letzten Jahren insgesamt rund 700 Wohnungen entstanden sind. Der benachbarte Neubau der Hamburger Wohnen „Kiek in Barmbek“ mit 101 Wohnungen ist bereits seit 2023/2024 bezogen. Die Nähe schafft Vorteile: Beide Projekte nutzen eine gemeinsame Anlage zur effizienten Wärmeversorgung. Durch die gemeinsame Nutzung rentiert sich die aufwendige Kombination aus Eisspeicher, Wärmepumpe und Solarmodulen wirtschaftlich.

„Wir haben beide Projekte von Anfang an zusammen gedacht – technisch und konzeptionell. Von den Dachterrassen mit PV-Anlage bis zur Tiefgarage. Von der Erschließung bis zur Wärmeversorgung“, fasst Sandra Koth, Vorstandsmitglied der Hamburger Wohnen, zusammen.
Denn auch die Tiefgaragen beider Wohnanlagen werden über eine gemeinsame Rampe erschlossen. Eine kleine Maßnahme mit Wirkung: Die geteilte Zufahrt reduziert oberirdisch den Flächenbedarf, erhält Straßenbäume und senkt unterirdisch zugleich Baukosten.
„Der Druck auf den Wohnungsbau in Hamburg bleibt hoch. Umso wichtiger sind Projekte, die durch effiziente Planung und Kooperation wirtschaftlich umsetzbar bleiben und so bezahlbare Wohnungen ermöglichen. Davon profitieren Familien, für die es in Hamburg derzeit schwer ist, etwas Bezahlbares zu finden“, so Silke Bainbridge Nott vom VNW Hamburg e.V.

Wohnungsangebot und Belegung
Auf über 5.000 m² entstehen mit dem Projekt „Hand in Hand für Barmbek“ Ein- bis Sechs-Zimmer-Wohnungen, wobei rund zwei Drittel der Einheiten über vier oder mehr Zimmer verfügen. Damit reagiert das Projekt gezielt auf den Mangel an größeren, bezahlbaren Wohnungen für Familien. Besonders sind zudem zwei Clusterwohnungen, deren Grundrisse sich flexibel anpassen lassen.
Fast alle Wohneinheiten werden öffentlich gefördert errichtet. Die Mietkosten betragen zum Start 7,25 bzw. 9,35 €/m2 je nach Förderweg. „Wohnen in Hamburg darf kein Privi-leg sein. Dass hier Neubauwohnungen für 7,25 Euro pro Quadratmeter entstehen, ist das Ergebnis einer klugen Kombination aus effizienter Planung und gezielter öffentlicher Förderung“, sagt Ralf Sommer, Vorstandsvorsitzender der IFB Hamburg.
Gemeinschaftliches Bauen und Wohnen
Neben technischen und wirtschaftlichen Synergien setzt das Projekt auch auf soziale Durchmischung. Von den Wohnungen werden 16 in Kooperation mit einer Baugemeinschaft und sozialen Trägern gebaut, unter anderem im Rahmen eines inklusiven Wohnprojekts. 39 der 59 Wohnungen stehen über die Hamburger Wohnen zur Verfügung.
Die Projekte im Überblick
„Hand in Hand für Barmbek“
- Baubeginn: 2024, Fertigstellung: 2027
- Wohnungen: 59 barrierefreie Wohnungen, davon 58 öffentlich gefördert
- Startmiete: 7,25 €/m² im 1. Förderweg, 9,35 €/m² im 2. Förderweg
- voraussichtliche Investitionskosten: 28,8 Mio. €
- Wohnformen: Familienwohnungen sowie 16 Wohnungen für die Baugemeinschaft „Wohnkollektiv Malwine e.V.“ in Kooperation mit „Leben mit Behinderung Hamburg“ sowie Wohnungen für vordringlich Wohnungssuchende, davon 3 Wohnungen für Familien mit Fluchthintergrund in Kooperation mit „Lawaetz-wohnen&leben gGmbH“ und „Welcome to Barmbek e.V.“
- Besonderheiten: Gemeinschaftsraum für die Baugemeinschaft, ebenerdiges Fahrradgeschoss
„Kiek in Barmbek“
- Baubeginn: 2022, Fertigstellung: 2024
- Wohnungen: 101 barrierefreie Wohnungen, davon 63 öffentlich gefördert
- Wohnformen: Familienwohnungen, Seniorenwohnungen (zum Teil mit erweiterten Dienstleistungen als „Servicewohnen Plus“), Wohnraum für ein integratives Jugendwohnprojekt sowie für Menschen mit Fluchthintergrund
Weitere Informationen zu den Projekten finden Sie auf hamburgerwohnen.de.
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