Stadtentwicklung in Fürth 2026/27 | Im Rahmen des dba Magazins – Ausgabe Bayern 2027 thematisiert Dr. Thomas Jung, Oberbürgermeister der Stadt Fürth, in einem Grußwort die aktuelle Stadtentwicklung.

Eine Stadt ist nie fertig gebaut. Sie verändert sich mit den Menschen, die in ihr leben, mit neuen Anforderungen und technischen Entwicklungen. Für Fürth bedeutet das, eine historisch gewachsene Stadt behutsam weiterzuentwickeln und zugleich Raum für Neues zu schaffen.
Dabei geht es längst nicht allein um gute Architektur. Nachhaltigkeit, Funktionalität und wirtschaftliche Tragfähigkeit müssen ebenso zusammengedacht werden wie Klimaschutz und Lebensqualität. Gerade angesichts steigender Baukosten und begrenzter finanzieller Spielräume kommt es darauf an, Investitionen langfristig und verantwortungsvoll zu planen.
Fürth setzt derzeit eine ganze Reihe großer Bauvorhaben um. Einen Schwerpunkt bildet der Bildungsbereich. Mit dem Neubau des Heinrich-Schliemann-Gymnasiums und der umfassenden Erneuerung des Helene-Lange-Gymnasiums entstehen moderne Lernorte für kommende Generationen. Gleichzeitig entwickelt sich mit dem Südstadtcampus ein neuer Ort für Bildung, Sport und Begegnung.
Eine besondere Dimension hat die Weiterentwicklung des Klinikums Fürth. Umfangreiche Neu- und Umbaumaßnahmen schaffen dort die Voraussetzungen für eine moderne medizinische Versorgung. Damit investieren wir nicht nur in Gebäude, sondern in eine leistungsfähige Gesundheitsversorgung für Fürth und die Region.
Stadtentwicklung zeigt sich aber nicht nur an großen Hochbauprojekten. Auch öffentliche Räume entscheiden darüber, wie lebenswert eine Stadt ist. Deshalb wollen wir etwa den Königsplatz neugestalten, mehr Grün schaffen und die Aufenthaltsqualität erhöhen. Zugleich bleiben bezahlbarer Wohnraum, klimafreundliche Mobilität und ein verantwortungsvoller Umgang mit Flächen zentrale Aufgaben.
Zukunftsfähiges Bauen braucht gute Ideen, sorgfältige Planung und Partner, die gemeinsam Verantwortung übernehmen. Architektur, Bauwirtschaft, Handwerk, Politik und Verwaltung tragen dazu bei, anspruchsvolle Vorhaben Wirklichkeit werden zu lassen.
Fürth hat sich in den vergangenen Jahrzehnten ausgesprochen positiv entwickelt. Diesen Weg wollen wir fortsetzen, ohne den besonderen Charakter unserer Stadt aus dem Blick zu verlieren. Denn gute Stadtentwicklung verbindet Herkunft und Zukunft. Sie bewahrt, was Fürth ausmacht, und schafft gleichzeitig Raum für die Anforderungen von morgen.
Ich wünsche dem dba Magazin und seiner Ausgabe zu den Großprojekten in Bayern viel Erfolg sowie den Leserinnen und Lesern interessante Einblicke und neue Perspektiven auf das Bauen der Zukunft.
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