Schloss Reinbek. © Tourismusmanagement Stormarn

Gebietsentwicklung des Kreises Stormarn

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Entwicklung des Kreises Stormarn | Im Rahmen des dba Magazins – Ausgabe Metropolregion Hamburg 2024/25 präsentiert Dr. Henning Görtz, Landrat vom Kreis Stormarn, in einem Vorwort die aktuelle Gebietsentwicklung.

Portraitfoto von Dr. Henning Görtz, Landrat vom Kreis Stormarn
Dr. Henning Görtz, Landrat vom Kreis Stormarn

Sehr geehrte Damen und Herren,

Der Kreis Stormarn liegt zentral in der Metropolregion Hamburg und zählt landes- wie bundesweit zu den stärksten und dynamischsten Wirtschaftsregionen. Die Lage im unmittelbaren Verflechtungsraum mit Hamburg, ein gesunder Branchenmix mit hochwertigen Arbeitsplätzen und eine optimale Verkehrsanbindung über Straße und Schiene stellen das Rückgrat von Stormarns wirtschaftlichem Erfolg dar.

Darüber hinaus befinden sich abseits der Stadt- und Dorfzentren gut erreichbare Naherholungsräume mit naturnahen und idyllisch-holsteinischen Landschaften sowie gut ausgebauter Freizeitinfrastruktur. Von jedem Ort in Stormarn sind sowohl die Hamburger Innenstadt als auch die Lübecker Bucht in weniger als 40 Minuten erreichbar. Ergänzt durch eine anspruchsvolle und lebendige Kunst- und Kulturszene stellt sich Stormarn als hochattraktiver Wohnstandort dar, der urbane und ländliche Qualitäten vereint.

Zwei entscheidende Entwicklungen auf der für Stormarn wesentlichen Verkehrsachse Hamburg – Lübeck werden für den Kreis in den nächsten Jahren von größter Bedeutung sein: Zum einen wird der Bau der S-Bahn 4 von Hamburg nach Bad Oldesloe ab 2029 eine noch bessere Anbindung an die Metropole, insbesondere für Pendler, bewirken. Das wird vor allem Stormarns Attraktivität als Wohnstandort weiter stärken.

Zum anderen entsteht bis Ende des Jahrzehnts die feste Fehmarnbeltquerung für Schiene und Straße. Dadurch wird der Kreis Teil einer internationalen Region, die von Hamburg bis Kopenhagen reicht, was erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaftsentwicklung, den Verkehr und Tourismus haben wird.
Insofern ergeben sich große Herausforderungen für den Kreis Stormarn, seine Städte und Gemeinden. Dabei ist vor allem die Flächenkonkurrenz zwischen den unterschiedlichen Nutzungen zu nennen. Denn der Kreis hat traditionell den Anspruch einer nachhaltigen und naturverträglichen Entwicklung. So war Stormarn bereits vor 25 Jahren Vorreiter als einer der ersten Kreise mit einem Klimaschutzkonzept, was derzeit durch ein Klimaanpassungskonzept ergänzt wird. Zudem ist Stormarn der erste Kreis in Schleswig-Holstein, der eine Stelle für nachhaltiges Flächenmanagement eingerichtet hat, um den Flächenverbrauch zu minimieren und die Innenentwicklung zu fördern. Auch die Stormarner Wirtschaftsförderung WAS entwickelt neue Gewerbeflächen zunehmend unter Nachhaltigkeitsaspekten, wie aktuell das Gebiet „Minervapark“ als Ländergrenzen übergreifende Kooperation mit Hamburg, der mit dem Gold-Status der Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen zertifiziert ist.

Eine der größten Herausforderungen bleibt die Schaffung von ausreichend bedarfsgerechten und bezahlbaren Wohnraum. Hierzu hat der Kreis Stormarn zusammen mit den Kommunen und mehreren Wohnbauunternehmen das Stormarner Wohnbündnis gegründet. Gemeinsam soll trotz der derzeit wirtschaftlich ungünstigen Rahmenbedingungen mit integrierten Quartierskonzepten und seriellem Bauen mehr Wohnungsbau bei hohen städtebaulichen Qualitäten geschaffen werden – sowohl für die Stormarner Bevölkerung als auch für die prognostizierten Neubürger aus der Region und weltweit.

Mit dem bewährten „Stormarner Modell“, das auf Vernunft und Kooperation zwischen allen Akteuren setzt, bin ich überzeugt davon, dass uns das auch in Zukunft gut gelingen wird.


Dr. Henning Görtz
Landrat