Städteentwicklung in der Metropolregion FrankfurtRheinMain | Im Rahmen des dba Magazins – Ausgabe Metropolregion Rhein-Main thematisiert Frau Claudia Jäger, Verbandsdirektorin des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain, in einem Grußwort die aktuellen Herausforderungen und Konzepte der Region.

Liebe Leserinnen und Leser,
FrankfurtRheinMain ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort im Herzen von Deutschland und Europa, der Menschen und Unternehmen gleichermaßen anzieht. Dass dies auch in absehbarer Zeit so bleiben wird, zeigt eine Raumordnungsprognose des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung: Demnach zählt das Gebiet aller Voraussicht nach auch künftig zu den Wachstumsregionen.
Angesichts des anhaltenden Booms wächst der Bedarf an Wohnraum, und der Siedlungsdruck auf die Fläche nimmt zu. Doch neben Wohnungen sind ebenso attraktive Gewerbeflächen gefragt, damit sich die Innovations- und Wirtschaftskraft ansässiger und ansiedlungsinteressierter Unternehmen weiter entfaltet. Als bedeutendes nationales wie internationales Verkehrs- und Logistikdrehkreuz benötigt die Region Flächen und nachhaltige Lösungen, die die wachsenden Waren- und Verkehrsströme bewältigen können.
Zugleich ist der Klima- und Naturschutz von großer Bedeutung, damit Lebensräume heimischer Tier- und Pflanzenarten sowie Freiräume, Landschaften und Biodiversität auch für kommende Generationen gesichert werden.
Wie gelingt es, im dicht besiedelten Ballungsraum Wachstum, Nachhaltigkeit und die Lebensqualität in eine tragfähige Balance zu bringen? Genau dafür arbeitet der Regionalverband FrankfurtRheinMain Tag für Tag. Wir schaffen die planerischen Grundlagen, um die unterschiedlichen, teils konkurrierenden Nutzungsansprüche in der Region an Rhein und Main auszutarieren.
Das zentrale Instrument für diese ambitionierte Aufgabe stellt der Regionale Flächennutzungsplan (RegFNP) dar. Dieses hochkomplexe Planwerk im Dialog mit den 80 Mitgliedskommunen aufzustellen und fortzuschreiben ist eine Kernaufgabe des Verbandes. Nur ein verantwortungsbewusster Umgang mit der begrenzten Ressource „Fläche“ ermöglicht den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen und – in Anbetracht des Klimawandels – den Erhalt einer guten Lebensqualität.
Planerische Schlagworte sind Innenentwicklungspotentiale, Nachverdichtung bestehender Wohngebiete und die Aufwertung vorhandener Industrie- und Gewerbeflächen. Insgesamt geht es darum, weiterhin Wirtschaftswachstum und Gewerbeentwicklung zu ermöglichen, Bauen zu fördern und Wohnraum zu schaffen, aber zugleich auch Freiräume in der Region zu erhalten.
Mehr denn je gilt: Regionalentwicklung endet nicht mehr an administrativen Grenzen. Deswegen ist es im Wettbewerb der Regionen besonders wichtig, über das Verbandsgebiet hinaus die Stärken des Großraums FrankfurtRheinMain zu bündeln, sichtbar zu machen und auszubauen.
Aus diesem Grund wird bei vielen Projekten, Maßnahmen und der Öffentlichkeitsarbeit des Regionalverbandes die gesamte Metropolregion mitgedacht. Über die Geschäftsstelle der Metropolregion FRM, die organisatorisch im Regionalverband verortet ist, werden regional bedeutsame Strategieprozesse und Projekte initiiert und gesteuert.
So setzt sich der Regionalverband mit voller Kraft dafür ein, die vielfältige Region auch künftig wirtschaftsstark, zukunftssicher und lebenswert zu gestalten – damit die Menschen auch in Zukunft gut und gerne in FrankfurtRheinMain leben und arbeiten.
Claudia Jäger
Verbandsdirektorin des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain





