Der von WOLFF & MÜLLER realisierte Steg über den Seeblickweg ist eines der rund 100 Vorhaben im Programm der IBA’27. Bild: Tiefbauamt der Stadt Stuttgart

WOLFF & MÜLLER kehrt zur IBA’27 zurück

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Stuttgart, Juli 2026 – Das Stuttgarter Bauunternehmen WOLFF & MÜLLER ist zum 1. Juli 2026 zur Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27) zurückgekehrt und engagiert sich wieder als Hauptförderer – bis zum Ende der Bauausstellung. „Wir hatten beim Ausstieg gesagt, dass wir die Bauausstellung weiter aufmerksam verfolgen und bei veränderten Bedingungen zu einer Rückkehr bereit sind. Für uns war dabei immer klar: Die IBA’27 ist eine einzigartige Chance für Stuttgart und die Region. Einiges hat sich bewegt – und die entscheidende Phase steht kurz bevor. Jetzt kommt es darauf an, dass wir alle gemeinsam das Beste daraus machen. Dazu wollen wir beitragen“, sagt Dr. Albert Dürr, geschäftsführender Gesellschafter von WOLFF & MÜLLER.

Rückkehr mit klarer Haltung
2021 war WOLFF & MÜLLER der erste Hauptförderer der IBA’27. Ende 2023 beendete das Unternehmen dieses Engagement als bewusstes Signal. Aus Sicht von WOLFF & MÜLLER war das Profil der Bauausstellung nicht klar genug, um eine ähnliche Strahlkraft zu entfalten wie die Weißenhofsiedlung vor 100 Jahren. Diese gilt bis heute als Manifest des Neuen Bauens – eine Antwort auf die Frage, wie Menschen in einer modernen Gesellschaft wohnen wollen. Zudem war der Rückhalt der Landeshauptstadt, die eine zentrale Führungsverantwortung für die IBA trägt, aus Sicht des Bauunternehmens nicht stark genug.

Seitdem hat sich erkennbar etwas bewegt. Die IBA’27 ist mit ihren Projekten, Festivals und Formaten sichtbarer geworden. Die Stadt nimmt ihre Verantwortung spürbarer wahr, etwa mit einem eigenen IBA-Ausschuss im Gemeinderat und der Realisierung des Weissenhof.Forums. Die IBA’27 will in der Region Stuttgart einen präemptiven Strukturwandel vorantreiben – vorausschauend, bevor Krisen entstehen – und hat aus ihrer Projektarbeit relevante Thesen und Arbeitsfelder abgeleitet: Nutzungsmischung, multifunktionale und resiliente Gebäudetypologien, Reshoring und neue Gewerbekonzepte sowie einfaches und ressourcenschonendes Bauen.

Gleichwohl behält WOLFF & MÜLLER einen kritischen Blick. „Die IBA’27 hat viele gute Einzelprojekte“, sagt Dr. Dürr. „Was mich umtreibt, ist die Frage nach dem übergreifenden Gedanken, der sie zusammenhält. Eine ‚Stadt am Fluss‘ könnte genau das sein: Ein Masterplan, der den Neckar besser zugänglich macht und ihn als Stadtraum erlebbar werden lässt, wäre für die breite Öffentlichkeit verständlich und greifbar. Dieses Potenzial bleibt auch nach der IBA.“ An die Stadt und alle verantwortlichen Parteien hat WOLFF & MÜLLER den Wunsch: Sie könnten noch aktiver dazu beitragen, dass die Menschen in der Stadt und Region die IBA’27 wahrnehmen und verstehen, wofür sie steht.

Blick auf das Ausstellungsjahr 2027
WOLFF & MÜLLER ist seit 90 Jahren in der baden-württembergischen Landeshauptstadt verwurzelt und realisiert zahlreiche Bauprojekte in Stuttgart. Der Ausstieg 2023 war kein Rückzug aus der Verantwortung, sondern Ausdruck davon, wie viel dem Unternehmen an dieser Bauausstellung als Chance für Stuttgart liegt. Die Rückkehr folgt derselben Logik: Besonders das Ausstellungsjahr 2027 sieht WOLFF & MÜLLER als Gelegenheit, gemeinsam mit der IBA’27 neue Impulse für das Bauen in der Region zu setzen. Neben dem finanziellen Engagement bringt sich das Bauunternehmen auch fachlich in den Diskurs und das Netzwerk der IBA’27 ein. Geplant ist eine Abendveranstaltung unter dem Motto „IBA meets Bauwirtschaft“. Auch bei den Projekten ist WOLFF & MÜLLER vertreten: Der Steg über den Seeblickweg zwischen den Stadtteilen Neugereut und Steinhaldenfeld – eine Kombination aus Holz und Carbonbeton und damit ein Beispiel für innovatives und ressourcenschonendes Bauen – ist eines der rund 100 Vorhaben im Programm der IBA’27.