Die BAUER Resources GmbH erhält als erstes Unternehmen im Hamburger Raum QUBA-Zertifikate für qualitätsgesichertes Bodenmaterial. (v.l.n.r. Daniel Rutte, Qualitätssicherung Sekundärbaustoffe GmbH; Thomas Fischer, Qualitätssicherung Sekundärbaustoffe GmbH; Kathrin Hagemann, BAUER Resources GmbH; Ulrich Morgenstern, BAUER Resources GmbH; Stefan Schmidmeyer, Baustoff Recycling Bayern e.V.). © BAUER Gruppe

Aus Boden wird Baustoff: BAUER Resources erhält QUBA-Zertifikate für Hamburger Bodenreinigungszentrum

Hamburg – Beim Thema Recycling denken die meisten an die Mehrwegflasche, den gelben Sack oder vielleicht noch an die upgecycelte Tragetasche. Aber nicht an den Bodenaushub, der täglich tonnenweise auf Baustellen anfällt und als Abfall entsorgt wird. Dabei kann ein Teil davon ebenfalls aufbereitet und als Ersatzbaustoff wiederverwendet werden. Die BAUER Resources GmbH tut genau das seit mehreren Jahren an ihrem Standort in Hamburg und erhält nun als erstes Unternehmen im hanseatischen Raum QUBA-Zertifikate für qualitätsgesichertes Bodenmaterial.

Eine blaue Trommelsiebanlage bereitet Bodenaushub auf, der am Ende von einem Förderband fällt.
In der 4.500 m2 großen Behandlungshalle wird das Bodenmaterial mit der brandneuen Trommelsiebanlage aufbereitet. Als Endprodukt entsteht wertvoller Ersatzbaustoff in höchster Qualität. © BAUER Gruppe
Wenn Boden kein Abfall mehr ist
Doch was steckt hinter dem QUBA-Qualitätssiegel? In erster Linie die Ersatzbaustoffverordnung, die seit August 2023 jegliche Wiederverwendung von nicht zertifizierten mineralischen Ersatzbaustoffen untersagt. Mit den Zertifikaten für die Materialklassen BM-0, BM-F1 und BM-F3 hat das Bodenreinigungszentrum in Hamburg es deshalb nun schwarz auf weiß: „Wir dürfen den recycelten Boden unter Einhaltung der Qualitätskriterien verkaufen“, erklärt Thomas Drews, Leiter Entsorgung Nord bei der BAUER Resources GmbH. Das Zertifikat ist also der Wendepunkt, an dem Boden wieder zu einem hochwertigen Rohstoff wird. Und das ist längst überfällig. Denn Ressourcen sind heute knapp wie nie. Tendenz steigend.

Einmal sieben, bitte!
Bevor das Bodenmaterial wiederverwendet werden kann, braucht es eine hochwertige Aufbereitung. Im Bodenreinigungszentrum in Hamburg passiert dies alles unter einem Dach – und aus einer Hand. Von den Baustellen transportieren die Entsorgungsspezialisten das Bodenmaterial in die 4.500 m2 große Behandlungshalle und bereiten es dort je nach Materialklasse auf. „Größere Fraktionen >20 mm werden von einem Flachdecksieb getrennt, während unsere brandneue Trommelsiebanlage für die Produktion der Fraktion 0-3 mm eingesetzt wird“, so Kathrin Hagemann, Leiterin des Bodenreinigungszentrums Hamburg. Als Endprodukt entsteht ein sortenreiner und wertvoller Ersatzbaustoff in höchster Qualität. Dessen Hauptabnehmer sind vor allem Netzbetreiber, die das gewonnene Material für die Verfüllung von Leitungstrassen oder als Schutzschicht um Elektroerdkabel einsetzen.

Nachhaltig in die Zukunft
In der Praxis bedeutet das: Jedes Material, das wiederverwendet wird, muss nicht produziert werden – und das ist ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft. Somit werden wertvolle Rohstoffe gespart und der ausgehobene Boden muss nicht deponiert werden. Dadurch wird der Verbrauch von Flächen- und Deponieressourcen stark verringert. Das Bodenreinigungszentrum Hamburg zeigt sich also als Vorreiter für nachhaltige Lösungen – 2 in der Region und im Unternehmen selbst. „Wir wollen unsere Kapazitäten in diesem Bereich weiter auszubauen und auch andere Standorte gemäß den QUBA-Standards zertifizieren“, so Entsorgungsleiter Ulrich Morgenstern von der BAUER Resources GmbH abschließend.

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