Entwicklung der Infrastruktur in der Metropolregion Rhein-Main

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Im Rahmen des dba Magazins – Ausgabe Metropolregion Rhein-Main thematisiert Frau Daniela Schmitt, Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz, in einem Interview die aktuellen Herausforderungen und Konzepte der Stadt.

Daniela Schmitt. © MWVLW-RLP/Jonas Werner-Hohensee
Verkehrsinfrastruktur prägt heute mehr denn je das Bild unserer Städte. Von Vielen und lange Zeit wurde sie zunächst als Heilsbringer und später als Störfaktor in der Stadt gesehen. Die in den 70er Jahren auch im Rhein-Main-Gebiet verfolgten Hochstraßenprojekte – man denke nur an Mainz oder auch Wiesbaden – sind hier Beispiele.

Umgekehrt verband sich mit verkehrsgünstig gelegenen Orten auch der Anspruch, städtebauliche Akzente zu setzen, denken wir nur an die Bahnhöfe, und auch hier sind Mainz und Wiesbaden wieder herausragende Beispiele, die seit eh und je Anziehungskraft auf Menschen und Unternehmen entfalten. Viele Bahnhöfe haben in den letzten Jahrzehnten eine Renaissance erlebt und sich auch in der Region sehr positiv entwickelt. Selbst Parkflächen können spannende Formen annehmen, wie z.B. die große Radabstellanlage in Ingelheim.

Dass Verkehrswege selbst, aber auch als Umfeld interessant sind, zeigt die Attraktivität der Standorte an der Wasserstraße, etwa am Zollhafen in Mainz. Das Wohnen am Wasser profitiert von der Kulisse, aber die Stadt insgesamt von den Besuchern, die sie über das Wasser erreichen.

Verkehrsinfrastruktur sollte in ihrer städtebaulichen Qualität nicht nur aus der Perspektive des Außenstehenden, sondern auch aus der des Nutzers gedacht werden. Der neue Radweg etwa, der unter der Schiersteiner Brücke „aufgehängt“ ist, ermöglicht nicht nur Zugänge zur, sondern auch Einblicke auf die Rettbergsaue, eines der bedeutendsten Naturschutzgebiete am Rhein. Gerade im Radwegenetz werden solche Perspektiven erschlossen und genießbar, und in Rheinland-Pfalz arbeiten wir mit den Kommunen intensiv an dieser Qualität.

Für die vom Verkehrslärm belasteten Stadtregionen kann die Elektromobilität Verbesserungen bringen. Elektro-Lkw sind erheblich leiser als solche mit Verbrenner-Motor. Viele Unternehmen in Rheinland-Pfalz, allen voran die Daimler Truck AG in Wörth, arbeiten an dieser stadtverträglichen Innovation, die nicht nur Lärm, sondern auch die Abgase massiv reduziert.

Gleiches gilt für die Busflotte, die sich im Umbruch befindet. Ich bin sicher, dass wir hier schon bald Verbesserungen für die städtischen Regionen erreichen können. Daher setzen wir uns auch für den Ausbau der Ladeinfrastruktur ein, die im Rhein-Main-Gebiet gut vorankommt. Häufig sind hier regionale Anbieter und auch Startups die treibenden Kräfte.

Wichtig ist, zwischen den Anforderungen der Aufenthaltsqualität und der Erreichbarkeit ein Gleichgewicht zu finden. Häufig geht beides zusammen und vieles kann man ohne detaillierte Regelungen den Menschen überlassen– gerade das macht die Freiheit der Städte aus. Dabei kann uns die Digitalisierung helfen, den richtigen Weg zu finden. Digitale Informationen können Staus bei Baustellen verkleinern, die Fahrradfahrer und Fußgänger sicher lotsen und den Fahrgästen im ÖPNV eine angenehme Fahrt ermöglichen.

Schon immer haben die Städte von der Qualität ihrer Verkehrswege gelebt. Diese Chance sollten wir auch in Zukunft entwickeln – in enger Kooperation zwischen Kommunen und Land und natürlich auch über den Rhein hinweg.

Daniela Schmitt
Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz