Das größte Institut der Max-Planck-Gesellschaft wächst: Turm 7 – entworfen vom Münchener Architekturbüro NOVA – bietet auf 2.759 Quadratmetern künftig Raum für drei wissenschaftliche Abteilungen. Rund 40 Unternehmen sind an dem Bau des hochmodernen Forschungsgebäudes beteiligt.
Architektonisch integriert
Turm 7 fügt sich mit seinen Fensterbändern harmonisch in die bestehende Campusstruktur ein. Die Geschosshöhe ist an die umliegenden Türme angepasst, sodass die terrassenförmige Anordnung der Gebäude auf dem Campus erhalten bleibt und er als kompakte Einheit erscheint.
Konstruiert für Zusammenarbeit
Ein Seminarbereich mit begehbarer Außenterrasse soll den Austausch unter den Forschenden fördern. Die Kommunikationsfläche liegt an den Kreuzungspunkten und ist von überall aus schnell zu erreichen. Zudem lassen sich die Labor- und Büroräume flexibel an die Bedürfnisse der wissenschaftlichen Gruppen anpassen.
Technische Ausstattung
Dem Hauptgebäude ist ein Spezialbau angeschlossen, in dem auf 570 Quadratmetern erschütterungsunempfindliche Sonderlabore entstehen. Er ist speziell auf die hochempfindlichen Experimente der einziehenden Physik-Abteilung abgestimmt und einzigartig in Göttingen. Zwei Meter dicke Betonplatten, verstärkt mit Stahlplatten, schützen empfindliche Messgeräte vor elektromagnetischen Störungen und Erschütterungen.
Der Neubau verfügt zudem über eine hochentwickelte Klimasteuerung, die nur minimale Temperaturschwankungen von plus/minus 0,2 °C zulässt und durch spezielle Luftwechselkonzepte die Effizienz maximiert. Turm 7 liefert somit störungsfreie Bedingungen für präzise wissenschaftliche Messungen.
Nachhaltigkeit
In puncto Nachhaltigkeit erfüllt das Forschungsgebäude hohe Standards, die über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehen. So erfolgt der Sonnenschutz etwa über selbstverstellende Jalousien, die sich automatisch dem Sonnenstand anpassen und dadurch den Wärmeschutz optimieren. Eine komplexe Gebäudeleittechnik überwacht und regelt automatisch das Zusammenspiel von äußerem Witterungsschutz, Beleuchtung, Heiz- und Klimatechnik.
Vision und Zukunft
Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf rund 40 Millionen Euro. Das Land Niedersachsen übernimmt mit 34 Millionen Euro aus dem Förderprogramm zukunft.niedersachsen den größten Anteil. Turm 7 soll ein Zeichen für die Innovationskraft Südniedersachsens setzen und den Wissenschaftsstandort Göttingen stärken. Die Bauarbeiten begannen im November 2024 und sollen bis Juli 2027 abgeschlossen sein.
Nutzungsart:
Forschungsgebäude für interdisziplinäre Forschung mit Sonderlaboren
Fläche BGF:
2.759 m²
Baustart:
November 2024
Geplante Fertigstellung:
Juli 2027
Zertifizierung:
Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB)
Max-Planck-Gesellschaft
NOVA Michael Beck Architekten GmbH
Otto Heil GmbH & Co. KG




