Das Schönhof-Viertel in Frankfurt ist eine der größten und spannendsten Quartiersentwicklungen der Stadt. In zentrumsnaher Lage am Frankfurter Westbahnhof entsteht ein urbanes Wohnquartier mit rund 2.000 Wohnungen, großzügigen Grünflächen, sozialer Infrastruktur und vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Auf dem ehemals gewerblich genutzten Areal in Frankfurt-Bockenheim wächst ein lebendiger Stadtteil, der Wohnen, Arbeiten, Lernen und Freizeit intelligent miteinander verbindet – nachhaltig geplant und langfristig gedacht.
Vom Industrieareal zum urbanen Quartier
Die Geschichte des Schönhof-Areals reicht weit zurück. Bereits im Jahr 768 wurde Bockenheim erstmals urkundlich erwähnt. Der historische Schönhof wandelte sich im Laufe der Jahrhunderte von einer Wasserburg und einen Ritterhof bis hin zu einem industriell genutzten Standort. Im 20. Jahrhundert prägte vor allem die Siemens AG das Gelände an der Rödelheimer Landstraße. Nach dem Rückzug des Konzerns wurden die Weichen für eine neue Nutzung gestellt.
Mit dem Verkauf des Areals im Jahr 2015 an die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) und Instone Real Estate begann die konkrete Vision für das Schönhof-Viertel: ein durchmischtes, lebenswertes Stadtquartier, das der wachsenden Stadt Frankfurt dringend benötigten Wohnraum bietet und zugleich neue soziale und städtebauliche Qualitäten schafft.
Vision, Ziel und Konzept
Ziel der Entwicklung ist die Schaffung eines zukunftsfähigen Wohnquartiers mit hoher Lebensqualität. Rund 2.000 Miet- und Eigentumswohnungen entstehen auf einer Bruttogrundfläche von etwa 225.000 Quadratmetern, davon rund 30 Prozent geförderter Wohnungsbau. Ergänzt wird das Angebot durch Gewerbeflächen, mehrere Kindertagesstätten sowie öffentliche Infrastruktur.
Das städtebauliche Konzept sieht mehrere unterschiedliche Baufelder vor, die in Blockrand- und Zeilenbauweise realisiert werden. Unterschiedliche Architekturen sorgen für Vielfalt, während ein durchgängiges Freiraumkonzept dem Quartier eine klare Identität verleiht. Herzstück ist eine großzügige Parkanlage, die das Areal von Westen nach Osten durchzieht und alle Teilbereiche miteinander verbindet.
Zeitplan und Umsetzung
Die Entwicklung des Schönhof-Viertels ist langfristig angelegt und erfolgt in mehreren Bauabschnitten. Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan wurde bereits im Mai 2014 gefasst. Nach dem Grunderwerb in den Jahren 2015 und 2017 begann 2020 der Bau des ersten Bauabschnitts. Seitdem wächst das Quartier Schritt für Schritt weiter. Die Planung, Entwicklung und Projektsteuerung liegen in den Händen der NHW in Zusammenarbeit mit Instone Real Estate. Durch diese Partnerschaft wird eine koordinierte Umsetzung gewährleistet, die sowohl wirtschaftliche als auch soziale und ökologische Aspekte berücksichtigt.
Zentrale Lage mit vielfältiger Nutzung
Das Schönhof-Viertel liegt im Frankfurter Stadtteil Bockenheim, unmittelbar an der Grenze zu Rödelheim. Die Innenstadt ist nur rund 3,5 Kilometer Luftlinie entfernt und dank hervorragender Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr schnell erreichbar. U- und S-Bahnen, Busse sowie die Nähe zum Westbahnhof machen das Quartier besonders attraktiv für Pendler und Familien.
Neben Wohnraum entstehen im Schönhof-Viertel zahlreiche Angebote für den Alltag: Einzelhandelsflächen für die Nahversorgung, Gastronomie, Arztpraxen und Büros konzentrieren sich rund um den zentralen Quartiersplatz. Urban Gardening, ein Sportplatz, Grill- und Liegewiesen werden zu sozialen Treffpunkten, Felsen- und Kletterlandschaften und Spielplätze zu Abenteuerwelten für Kinder.
Weiterhin entsteht im Schönhof-Viertel eine der ersten Hybridschulen in Deutschland, die Wohnen, Grundschule und Sporthalle in einem Gebäude vereinen. Öffentlich nutzbare Angebote wie eine Mensa, eine Bibliothek und Musikräume bringen weitere Vorteile für alle Bewohner des Quartiers. Das vertikale Nutzungskonzept der Hybridschule nach skandinavischem und niederländischem Vorbild ermöglicht ein lebendiges, zugleich störungsfreies Miteinander von Lernen, Leben und öffentlicher Nutzung.
Nachhaltigkeit als Leitprinzip
Nachhaltigkeit ist ein zentrales Element der Quartiersentwicklung. Für das gesamte Schönhof-Viertel wird eine DGNB-Gold-Zertifizierung angestrebt, womit es eines der ersten Quartiere in Deutschland wäre, das diese Auszeichnung verliehen bekommt. Die Gebäude werden energieeffizient errichtet, Dächer begrünt und mit Photovoltaikanlagen ausgestattet.
Besonderes Augenmerk liegt auf Biodiversität und Klimaanpassung. Der rund 28.000 Quadratmeter große Park bietet nicht nur Erholungsräume für die Bewohnerinnen und Bewohner, sondern auch Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Mindestens drei Tierarten sollen mithilfe von Fledermaushäusern, Bienenstöcken oder Insektenhotels einziehen. Eine spezielle Beleuchtung, die bei Gehwegen mit Lichtsensoren ausgestattet ist, schützt nachtaktive Tiere.
Regenwassermanagement, wasserdurchlässige Beläge und unterirdische Speichertanks tragen zu einem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen bei. Ergänzt wird das Konzept durch E-Bike- und Carsharing-Angebote sowie verkehrsberuhigte Bereiche.
Dieses Projekt teilen:Baustart:
2022
(geplantes) Bauende:
2027
Nutzung:
Wohnen, Nahversorgung, Kitas, Schule, Sport- & Freizeitangebote
BGF:
225.000 m²
Wohnungen:
ca. 2.000 Miet- und Eigentumswohnungen, 30% davon öffentlich gefördert
Nassauische Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH & Instone Real Estate Group SE
Planquadrat (BF E1, D3/E2),
Karl Dudler Architekten (BF D1/D2, D3/E2),
Landes & Partner (BF C1),
Nassauische Heimstätte (BF F1),
Scharnberger Architekten und Ingenieure (BF F2),
a+r Architekten GmbH (BF G)
Peter Gross Bau Holding GmbH (BF E, D1/D2),
ZECH Hochbau AG (BF C),
weisenburger bau GmbH (BF F2),
ARGE Hybridgebäude Schönhofviertel Baufeld G (BF G)




