Konversion in Eschborn: In zwei ehemaligen Bürohäusern entstehen 200 Wohnungen
In Eschborn bei Frankfurt setzt Sonar Development im Auftrag eines institutionellen Investors die Umwandlung zweier leerstehender Büroimmobilien entlang der Hauptstraße 71–79 und 87 in ein Wohnensemble um. Dabei entstehen rund 200 Wohnungen. Diese werden ein bis fünf Zimmer haben und Mietflächen zwischen 30 m² und 115 m² umfassen. Grundlage des Projekts sind eine vorgelagerte Machbarkeitsstudie sowie die planungsrechtliche Umwidmung in ein „Urbanes Gebiet“.
Fokus auf verantwortlichen Umgang mit Flächen und Ressourcen gerichtet
Die beiden Gebäude aus den Jahren 1986 und 1988 befinden sich auf zwei nahe beieinander gelegenen Grundstücken mit zusammen rund 7.725 m² Fläche. Die Umsetzung knüpft weitgehend an die vorhandene Trag- und Gebäudestruktur an und ist als Bestandskonversion im Sinne eines schonenden Umgangs mit Ressourcen angelegt. Substanzfähige Bauteile bleiben erhalten und werden dort ertüchtigt, wo es die künftige Wohnnutzung erfordert. So sinken der Bedarf an Primärmaterialien sowie das Abbruchs- und Entsorgungsaufkommen, während ein wesentlicher Anteil der im Bestand gebundenen Energie, die sogenannte „graue Energie“, erhalten bleibt.
Durch die Weiterentwicklung der bestehenden Baukörper wird zusätzlicher Flächenverbrauch vermieden, neue Versiegelung wird auf das notwendige Maß begrenzt. Die Umnutzung führt den bislang monofunktionalen Bürostandort einer wohnbezogenen Nutzung zu, ohne die städtebauliche Grundstruktur neu aufzubauen.
Umsetzung zum Wohnstandard und Nutzungskonzept
Die Sanierung erfolgt nach KfW-55-EE-Standard und umfasst bauliche Aufstockungen. Parallel dazu wird die technische Infrastruktur vollständig an den Wohnnutzungsstandard angepasst. Brandschutz, Belichtung und Schallschutz werden ebenso in die Planung integriert wie die auf erneuerbare Energien ausgerichteten haustechnischen Anlagen. Die Planung wird fortlaufend mit den konstruktiven Gegebenheiten des Bestands, den erforderlichen technischen Lösungen und den regulatorischen Anforderungen abgeglichen, sodass die einzelnen Schritte jeweils präzisiert und genehmigungsfähig weiterentwickelt werden können.
Ein zentrales Element der Umgestaltung ist ein Laubengangkonzept, das in der Planungsphase entwickelt wurde und eine effiziente Erschließung der künftigen Wohnungen ermöglicht. Der Baustart ist erfolgt, die Fertigstellung ist bis 2027 vorgesehen.
Dieses Projekt teilen:geplante Bauzeit:
2025 – 2027
Nutzungsart:
Wohnen
Flächen:
BGF: ca. 19.000 m²
Wohnfläche: ca. 11.000 m²
Besonderheiten:
Konformität EU-Taxonomie (angestrebt)
DGNB Gold (angestrebt)
Wiredscore Platin (angestrebt)
Deutscher institutioneller Investor vertreten durch Sonar Real Estate GmbH
Schmidt Plöcker Architekten PartG mbB
Ed. Züblin AG, Direktion Mitte




