gbg-Hochhaus wird strangsaniert und Gebäude in der Nachbarschaft werden zukünftig klimafreundlich mit Solarenergie und Erdwärme versorgt.
Das gbg-Hochhaus in der Wilhelm-Busch-Straße 6 in Hildesheim Ochtersum wird derzeit durch die gbg Wohnungsbaugesellschaft Hildesheim AG vollumfänglich energetisch saniert und technisch grundlegend erneuert. Dabei werden die jeweils übereinanderliegenden Wohnungen in einem Teilstück des Gebäudes, strangweise, also gemeinsam und zeitgleich modernisiert. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten wird das Haus mit Wärme aus dem Erdreich versorgt werden und erheblich weniger CO₂ emittieren. Durch den Wegfall alter Technik und hinzugewonnenen Platz bietet das Gebäude künftig 43 Wohnungen. Die Sanierung ist öffentlich gefördert, sodass alle Wohnungen nach Fertigstellung wieder als Sozialwohnungen für Menschen mit Wohnberechtigungsschein zur Verfügung stehen werden. Der Bezug der Wohnungen ist im Frühjahr 2026 geplant.
Im März 2026 werden die ersten Wohnungen an die Mieterinnen und Mieter übergeben. Zudem werden in der direkten Nachbarschaft zwei Gebäudekomplexe derzeit durch die gbg umfassend energetisch saniert und mit einer nachhaltigen Wärmeversorgung über Photovoltaik und Erdsonden versehen.
Die Häuserreihen in der Theodor-Storm-Straße 8 bis 11 sowie 12 bis 15 bekommen dafür neue Satteldächer, die mit Photovoltaik Thermie-Anlagen versehen werden. Diese im Dach integrierten Thermie-Anlagen sind besonders nachhaltig, weil sie die Regenerationsfähigkeit der Erdsonden erhöhen, indem sie dem Erdreich im Bedarfsfall auch Wärme liefern.
Kombiniert mit effizienten Wärmepumpen und Erdsonden, werden die Häuser und ihre Anlagen zukünftig einen Wärmeertrag von fast 500.000 Kilowattstunden pro Jahr liefern. Die so erzeugte Energie entlastet nicht nur die Umwelt, indem kein Gas mehr benötigt wird, sondern wird dadurch auch günstiger für die Mieterinnen und Mieter. Konzeptionell bereitet die gbg mit diesen Features auch ein mögliches Mieterstrom-Modell vor. Strom, der nicht verbraucht wird, wird dann sogar ins Netz eingespeist. Derzeit werden zwischen den Häuserzeilen unter anderem Bohrungen für 36 Erdwärmesonden gesetzt, die bis in 130 Meter Tiefe gehen.
„Mit der Umstellung von fossilen auf erneuerbare Energieträger werden die CO²-Emissionen der Gebäude zukünftig deutlich reduziert“, betont gbg-Pressesprecher, Frank Satow. Kombiniert mit der gleichzeitigen Modernisierung von Heizungszentralen und der Dämmung von Fassaden, Balkonen und Geschossdecken können nach Abschluss der Umbauarbeiten jährlich bis zu 90 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Mit diesen Kennzahlen und einer Investition von etwa fünf Millionen Euro errichtet die gbg mit diesem Projekt in der Theodor Storm Straße die größte Anlage zur kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung in Hildesheim und zeigt damit auf, wie klimagerechte Energieversorgung im Alltag aussehen kann.
Dieses Projekt teilen:Beginn Sanierung 1. Strang Hochhaus:
Oktober 2023
Planung Neubezug Hochhaus:
Frühjahr 2026
Besonderheit:
Umstellung im Bestand von fossilen- auf erneuerbare Energieträger sowie kombinierte Strom- und Wärmeerzeugung, Sanierung von 43 geförderten Wohnungen mit WBS im Hochhaus
gbg Wohnungsbaugesellschaft Hildesheim AG
ppb Architekten






