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Neubau und Erweiterung Rathaus Dasing

Beim Neubau Verwaltungsgebäude / Rathaus in der Mitte von Dasing handelt es sich um eine Ortsentwicklung mit drei Neubauten, einer davon als Anbau, sowie weiter einen teilweisen Bestandsumbau in Kombination mit einem Verbindungsbaukörper unter einem öffentlichen Platz und einem Brückenbauwerk. Der Rückbau der Kirchstraße in einen öffentlichen Wegeraum für Fuß- und Radverkehr ermöglicht es, die Gebäude, alt und neu, mit drei öffentlichen Platzanlagen harmonisch in den Hangverlauf einzubetten. So entsteht unterhalb der Kirche St. Martin eine Abfolge an attraktiven Plätzen und Aufenthaltsorten für die Bürger, die dem Hangverlauf folgend in einer Streuobstwiese mit Maibaum mündet. Die Plätze sind mit unterschiedlich ausgerichteten und verschatteten Sitzgelegenheiten ausgestattet. Eine großzügige Treppenanlage mit Sitzstufen, Bepflanzungen und einem Trinkbrunnen mit Wasserspiel verbindet die verschiedenen Ebenen. Dieses Angebot an hochwertigen Aufenthaltsorten, Orientierungspunkten und Ausblicken setzt sich in der Innenraumgestaltung fort.

Die Neubauten sind einfache Satteldachgebäude mit Fassaden aus vorgehängten Holzlamellen, die typologisch-gestalterisch Bezug zu den umliegenden Gehöften und Scheunen herstellen. Dabei dient die Holzlamellenverkleidung der Obergeschosse ebenso als Blend- und Sonnenschutz, als Blickschutz wie auch als Mittel zum Dialog mit der Öffentlichkeit. Die Mitarbeiter können die Fassade öffnen, wenn sie die Arbeit aufnehmen, also für die Bürger erreichbar sind. Abends wird die Fassade wieder geschlossen. So ist dann Alles im Amt sichtlich gut aufgeräumt und wohl verwahrt. Verwaltungsbau und Ratssaal haben bis ins Dach hin offene Räume und sichtbare Holzkonstruktionen, als Bezug zum markanten Holzsprengwerk des Dachstuhls des westlichen Bestands (Tenne Festsaal). Ein verglaster Fachwerkträger zwischen Flur und Büros sorgt dabei wechselseitig für eine gute Belichtung und einen räumlichen Bezug.

Mit der finanziellen Unterstützung der Städtebauförderung wurden Holzlamellenfassade, die Räume für die Bürger und Vereine, die Platzgestaltung mit Wasserspiel, Sitztreppe und Aufenthaltsangeboten ermöglicht. Zudem erhielten die energetischen Maßnahmen eine KfW-Förderung (KfW 55). Der Verbindungsbau unter dem oberen Platz und die Brücke vom Verwaltungsgebäude zum Ratssaal ermöglichen Barrierefreiheit nach DIN 18040 für alle Gebäude des Ensembles aus alt und neu. Die monolithische Ziegelmassivbauweise mit großen Speichermassen, der passive Sonnenschutz und eine effiziente Tageslichtnutzung tragen bei wirtschaftlich konservativer Bauweise zum energieeffizienten Betrieb mit hohem Nutzerkomfort bei.

Baustart:
Februar 2023

Fertigstellung:
April 2025, Außenanlagen Juni 2026

Nutzungsart:
Verwaltungsgebäude mit Sitzungssaal, Veranstaltungsraum und Bibliothek, Räume für Vereine

BFG:
3.381 m²

Zertifizierung/Auszeichnung:
KfW EH 55,
KlimaKulturKompetenz Auszeichnung der Bayerischen Architektenkammer,
KfW-Förderung EH 55,
Städtebauförderung

Bauherr:
Gemeinde Dasing, vertreten durch Bürgermeister Andreas Wiesner
Architekt:
Haack + Höpfner . Architekten BDA
Partner am Bau:

Projektgalerie

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