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AZP Bremen

Der Neubau des Büro- und Geschäftshauses „Johann-Reiners-Platz 1“ in Bremen entsteht im Stadtteil Walle, im östlichen Bereich der Überseestadt, die seit den 2000er Jahren aus den alten Hafenrevieren entwickelt wird. Das Grundstück mit rund 2.525 Quadratmetern liegt am gleichnamigen Platz und wird in seiner trapezförmigen Form vollständig bebaut. Der Entwurf nimmt den stumpfwinkligen Verlauf der Straße auf und übersetzt ihn in eine markante Gebäudekonfiguration mit zwei Hauptkörpern unterschiedlicher Höhe.

An der Südseite setzt der siebengeschossige Gebäudeteil einen städtebaulichen Akzent und bildet einen Hochpunkt entlang der Straße. Von hier orientiert sich das Gebäude zum öffentlichen Platz, an dem auch der Haupteingang liegt. Der nördliche, fünfgeschossige Baukörper reagiert auf die Maßstäblichkeit der Nachbarschaft und fügt sich harmonisch in die Bebauung ein. Beide Teile sind durch gläserne Zwischenbaukörper verbunden, die im Inneren Aufenthalts- und Begegnungszonen mit Besprechungsräumen und Treffpunkten bieten.

Das Fassadenkonzept gliedert sich in drei Themen: Der umlaufende Sockelbereich in Sichtbetonoptik mit großzügigen Öffnungen zitiert Elemente der Hafengeschichte. Die oberen Etagen mit Klinker schaffen eine robuste, zeitlose Materialität. Ergänzend vermitteln die Glasfassaden der Zwischenbauten Transparenz und Offenheit nach außen.

Besondere Qualität entsteht durch die Integration von Grünflächen. Jede Etage verfügt über einen Dachgarten mit unterschiedlichen Orientierungen und Aufenthaltsqualitäten. Rückseitig entsteht zwischen Neubau und Hansakontor ein gemeinschaftlicher Außenraum, der den Austausch zwischen Unternehmen fördert. Zur Straßenseite hin sorgt eine Baumreihe für eine Pufferung gegenüber dem Verkehrsraum und verleiht dem Vorplatz öffentlichen Charakter.

Im Inneren organisiert sich das Gebäude um zwei Versorgungskerne. Die Grundrisse sind flexibel teilbar und ermöglichen unterschiedliche Bürogrößen und Nutzungseinheiten. Neben modernen Arbeitsplätzen entstehen Begegnungszonen wie eine halböffentliche Kaffeebar, Besprechungsräume im gläsernen Zwischenbau und Innenhöfe. So entsteht ein Arbeitsumfeld, das Rückzug und Kommunikation gleichermaßen unterstützt.

Nachhaltige Mobilität ist integraler Bestandteil. Das Erdgeschoss bietet einen Fahrradabstellraum mit Duschen, Umkleiden, Schließfächern und E-Ladestationen für E-Bikes. Ergänzt wird dies durch eine Reparaturstation, die eine komfortable Nutzung des Fahrrads als alltägliches Verkehrsmittel sicherstellt.

Der Neubau verbindet städtebauliche Prägnanz, hochwertige Architektur und eine zukunftsorientierte Nutzungskonzeption zu einem markanten Beitrag für die Entwicklung der Bremer Überseestadt.

Baustart:
März 2024

(geplante) Fertigstellung:
September 2026

Nutzungsart:
Bürogebäude

Fläche:
BGF ca. 12.200 m², davon 10.200 m² oberirdisch

Geschossanzahl:
sieben bzw. fünf Vollgeschosse zzgl. Tiefgarage

Bauherr:
ADR8 GmbH
Architekt:
dt+p Architekten und Ingenieure GmbH
Partner am Bau:

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