Wissenschaftsstadt Darmstadt - Stadt im steten Wandel

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Jochen Partsch
Oberbürgermeister Darmstadt
© Stadt Darmstadt

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt liegt an der Schnittstelle zwischen den Metropolregionen Rhein-Main und Rhein-Neckar. Weitere Oberzentren sowie der internationale Flughafen Frankfurt befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft. Diese Lage bietet hervorragende Voraussetzungen, stellt die Stadt aufgrund der bestehenden Verflechtungen und der hohen Dynamik aber vor umfangreiche Herausforderungen.

Seit vielen Jahren ist Darmstadt ein attraktiver und nachgefragter Arbeits- und Wohnstandort mit zahlreichen Bildungseinrichtungen. Aufgrund Ihrer Größe und Siedlungsstruktur vereint die Stadt urbane und dörfliche Qualitäten, ist weltoffen und bietet zugleich ein umfangreiches kulturelles Angebot. Hier finden sich vielfältige architektonische und städtebauliche Qualitäten aus unterschiedlichen Epochen.

Darmstadt ist eine Stadt mit Erfahrung für Veränderungen und stand in der Geschichte oft vor großen Transformationsprozessen: Der Wiederaufbau, der ökonomische Strukturwandel der 1990er-Jahre oder die Konversion ehemaliger militärisch genutzter Flächen seit 2006. Darmstadt musste sich dabei immer wieder neu erfinden und mutige Konzepte für die Zukunft entwickeln. Bedingt durch das verstärkte Wachstum in den letzten 20 Jahren befindet sich die Stadt weiterhin in einem anhaltenden Wandlungsprozess, welcher einer intensiven planerischen Steuerung bedarf. Im Juni 2020 hat die Stadt hierzu eine räumliche Entwicklungsstrategie beschlossen: Der Masterplan DA 2030+ ist das Ergebnis eines umfangreichen Beteiligungsprozesses, der zwischen 2017 und 2019 durchgeführt wurde. Bürgerinnen und Bürger sowie Akteurinnen und Akteure der Stadtgesellschaft konnten ihre Sichtweisen und Ideen bei der Erarbeitung einbringen. Mit dem Masterplan DA 2030+ verfügen wir nun über eine qualifizierte Perspektive für eine nachhaltige und vorausschauende Stadtentwicklung. Die Aspekte des Klima- und Umweltschutzes, der Energieversorgung und das Gelingen der Mobilitätswende sind zentrale Motive unseres Handelns.

Stadtumbau im Bestand war und ist ein wesentliches Planungselement in Darmstadt. Aktuell sind der Umbau der Lincoln-Siedlung und die Planungen für das Ludwigshöhviertel (ehemals Cambrai-Fritsch-Kaserne/Jefferson-Siedlung) Beleg und Anspruch für eine nachhaltige Quartiersentwicklung. Beide Projekte stehen beispielgebend für die wohnungsbaupolitischen Zielsetzungen der Stadt, qualitativen und bedarfsgerechten Wohnraum für Alle zu schaffen. Darmstädter Konversionsflächen sollen gegenüber den üblichen Wohnungsbauentwicklungen einen besonderen gesellschaftlichen Mehrwert darstellen. Hierbei sind wir zweifelsfrei auch auf externe Akteurinnen und Akteure angewiesen.

Mit dem Ludwigshöhviertel entsteht ein neues Wohnquartier für über 3.000 Menschen. Neben der angestrebten guten sozialen Durchmischung sollen dort auch gemeinschaftliche und selbstorganisierte Wohnprojekte die Chance erhalten, ihr Vorhaben zu realisieren. Die Projektsteuerung wird durch die BVD New Living GmbH & Co. KG, eine 100-prozentige Tochter der bauverein AG durchgeführt. Als kommunales Immobilienunternehmen der Stadt kümmert sich die bauverein AG seit 150 Jahren darum, der Bevölkerung in und um Darmstadt preiswerten Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Ein Fokus lag dabei stets auf gefördertem Wohnraum für Menschen, die ansonsten Probleme haben, sich am Markt mit Wohnraum zu versorgen. Rund 40% der Wohnungen des Wohnungsbestandes unterliegen Mietpreis- und Belegungsbindungen.

Vor dem Hintergrund des anhaltenden Wachstums muss sich Darmstadt auch der Nachfrage nach neuen gewerblichen Flächen stellen. Um dafür mögliche Entwicklungspotenziale auszuloten, wird im Norden des Stadtgebietes derzeit die Durchführung einer möglichen städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme vorbereitet. Ob, und in welchem Umfang diese Maßnahme dann auch stattfinden wird, ist noch offen. Die laufenden vorbereitenden Untersuchungen ermöglichen eine umfassende Prüfung wichtiger umweltrelevanter Parameter und werden voraussichtlich Anfang 2025 abgeschlossen sein. Danach werden wir entscheiden können, welchen Weg die Stadt weiter beschreiten kann.

Jochen Partsch
Oberbürgermeister