Die Feuer- und Rettungswache 2 im Frankfurter Gallusviertel ging im Jahre 1901 in den Dienst und ist heute die älteste noch genutzte Wache Frankfurts. Die historische Wache wird nun energetisch und denkmalgerecht saniert und an zentraler Stelle in den Neubau einer modernen Feuer- und Rettungswache mit Wohngeschossen integriert.
Der u-förmige Neubau, der einen innenliegenden Alarm- und Übungshof umschließt, wird als innerstädtischer Hybridbau mit Feuerwehr- und Rettungswache im Erdgeschoss und Wohnen in den Obergeschossen genutzt und verbindet somit zwei unterschiedliche innerstädtische Nutzungen.
Im Erdgeschoss sind Werkstätten, Lager für Einsatzkleidung und Desinfektionsräume sowie die Fahrzeughallen untergebracht, im Neubauteil insgesamt 12 Stellplätze inklusive Waschhalle und Motorenprüfstand. Die 6 Fahrzeuge des Rettungsdienstes befinden sich aufgrund ihrer geringen Größe im historischen Wachgebäude.
Im ersten Obergeschoss befinden sich neben den Ruhe- und Aufenthaltsräumen die administrativen Bereiche der Feuerwehr. Der Höhenübungsturm ist in den Neubau integriert.
Die weiteren Geschosse sind dem Wohnungsbau vorbehalten. Sie umfassen insgesamt 41 Wohneinheiten sowie ein Feuerwehr-Wohnheim mit 30 Zimmern. Auf einem zentralen, innerstädtischen Grundstück kann so zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden.
Die viergeschossige denkmalgeschützte historische Wache nimmt neben der Rettungswache im Erdgeschoss die Sporträume inkl. der bestehenden Turnhalle auf.
Das Tragwerk des Neubaus besteht aus einer Stahlbetonkonstruktion, die durch die Schichtung unterschiedlicher Nutzungen bestimmt wurde.
Das 1. Obergeschoss fungiert als dreidimensionaler Träger, wodurch stützenfreie Fahrzeughallen im Erdgeschoss und flexible Raumgestaltung in den oberen Geschossen ermöglicht werden. Die Decke der Fahrzeughalle kann unterzugsfrei hergestellt werden, und die Lage der tragenden Innenwände der oberen Geschosse ist frei wählbar.
Die Fassadengestaltung des 5-geschossigen Hybridgebäudes reagiert auf das bauliche Umfeld und reflektiert die unterschiedlichen Nutzungen. Die unteren beiden Geschosse erhalten eine Klinkerverkleidung, die sowohl die Feuerwehrnutzung hervorhebt als auch eine stilistische Verbindung zum historischen Wachgebäude herstellt.
Sämtliche Dachflächen werden als begrünte Retentionsdächer ausgebildet. Außerdem erhalten die der historischen Wache zugewandten Wandflächen jeweils eine großzügige fassadengebundene Wandbegrünung, die in den öffentlichen Raum hineinwirken.
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01/2027 – 02/2030
Nutzung:
Feuer- & Rettungswache mit 18 Stellplätzen,
Wohnungsbau mit 41 Wohneinheiten und ein Feuerwehr-Wohnheim mit 30 Zimmern
BGF:
15.739 m²
BKRZ Brandschutz-, Katastrophenschutz- und Rettungsdienstzentrum Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG;
im Auftrag der Branddirektion Frankfurt am Main;
in Kooperation mit der ABG FRANKFURT HOLDING Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft mbH
Lengfeld & Wilisch Architekten (Generalplanung, Objektplanung, Freianlagenplanung)
IBH Projektmanagement GmbH




