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Zentralklinik Ostfriesische Meere: Ein Leuchtturmprojekt in Niedersachsen

Auf einem 36 Hektar großen Areal in Uthwerdum (Gemeinde Südbrookmerland, Landkreis Aurich) entsteht mit der Zentralklinik Ostfriesische Meere ein kommunales Großkrankenhaus, das die regionale medizinische Versorgung langfristig sichern soll. Als gemeinsames Projekt des Landkreises Aurich und der Stadt Emden liegt die Klinik zentral zwischen den bisherigen Krankenhausstandorten Aurich, Emden und Norden, die sie künftig ersetzen wird. Mit dem Spatenstich im November 2024 begann offiziell der Bau, die Fertigstellung ist für 2029 geplant.

Grundlage des Neubaus mit 814 Betten ist ein medizinisches Strukturkonzept, das demografische Entwicklungen, medizinischen Fortschritt, Digitalisierung, KI, Robotik sowie den zunehmenden Fachkräftemangel im Gesundheitswesen berücksichtigt. Im Zentrum steht eine umfassende Interdisziplinarität, Interprofessionalität und Intersektoralität. Eng zusammengehörende medizinische Bereiche werden inhaltlich und räumlich vernetzt, um komplexe Krankheitsbilder effizient diagnostizieren und behandeln zu können.

Der architektonische Aufbau folgt den Anforderungen einer patienten- und mitarbeiterorientierten Betriebsorganisation. Auch die Logistikprozesse sind hierfür weitgehend automatisiert und eng auf die medizinischen Abläufe abgestimmt. Moderne IT-Konzepte mit KI-Unterstützung optimieren den Betrieb zusätzlich. Nachhaltigkeitsaspekte spielen sowohl in der Bauweise als auch im klimaresilienten Energiekonzept eine zentrale Rolle. Das Grundstück bietet zudem Raum für Erweiterungen und einen möglichen Medizincampus.

Das Designkonzept orientiert sich an den Prinzipien der Healing Architecture. Ziel dieser klaren, konsistenten und zurückhaltenden Designsprache ist es, Heilungsprozesse zu fördern, Patienten und Angehörigen angenehme Aufenthaltsbedingungen zu bieten und für Klinikmitarbeiter eine positive Arbeitsumgebung zu schaffen.

Für die Reinigung der Krankenhausabwässer baut die Krankenhausgesellschaft in Kooperation mit dem Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband eine eigene Klinikkläranlage, die die hohen Anforderungen an die Reinigungstiefe erfüllt. Ein besonderes Augenmerk gilt außerdem dem Hochwasserschutz: Die Klinik wird auf einem zwei Meter hohen Warftgeschoss errichtet. Zur Erschließung des Geländes baut der Landkreis Aurich ein Brückenbauwerk über die Bundesstraße 210 und die Bahnlinie. Zudem sind die Verlegung der Rettungswache nach Uthwerdum sowie ein Busbahnhof direkt auf dem Klinikareal geplant.

Baubeginn:
November 2024

(geplante) Fertigstellung:
2029

Betten:
814 Betten

Besonderheiten:
Designkonzept: Healing Architecture
eigene Klinikkläranlage
Hochwasserschutz: 2m hohes Warftgeschoss
Busbahnhof auf dem Klinikareal

Bauherr:
Trägergesellschaft Kliniken Aurich-Emden-Nord mbH
Architekt:
gmp International GmbH
Partner am Bau:

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