Das Katharinenhospital des Klinikums Stuttgart wird für 1,28 Mrd. Euro neu gebaut. Das Klinikum Stuttgart als größter Maximalversorger Baden-Württembergs zählt schon heute zu den besten und leistungsstärksten Krankenhäusern in Deutschland.
Beim Neubau des Klinikums wird die zukünftige Entwicklung der Gesundheitsversorgung schon mitgedacht und die Grundlage für digitale und interdisziplinäre Versorgungskonzepte gelegt. Die besondere Herausforderung liegt darin, die hohe funktionale Komplexität eines Maximalversorgers mit den Anforderungen an Wirtschaftlichkeit, Flexibilität und Zukunftsfähigkeit zu verbinden. Entscheidend ist dabei, dass die Anforderungen aus Medizin, Pflege und technischem Betrieb frühzeitig in die Planung einfließen und zu einem schlüssigen Gesamtkonzept zusammengeführt werden.
Der Neubau des Katharinenhospitals erfolgt im laufenden Betrieb. Das Gesamtprojekt ist deshalb in mehrere Teilschritte aufgeteilt. Seit 2022 ist der erste Bauabschnitt in Betrieb. Es ist mit der neuen Zentralen Patientenaufnahme die erste Anlaufstelle für alle Patienten des Katharinenhospitals im Klinikum Stuttgart. Im Neubau befinden sich die radiologischen Kliniken, Teile der Inneren Medizin und Bettenstationen. Herzstück ist die große interdisziplinäre Intensivstation mit über 60 Betten und hervorragenden hygienischen Möglichkeiten. Zudem entstand eine hämato-onkologische Transplantationsstation und eine der größten Endoskopieabteilungen Süddeutschlands.
Seit 2024 ist mit dem Stuttgart Cancer Center – Tumorzentrum Eva Mayr-Stihl ein weiterer Bauabschnitt in Betrieb. Hier bündelt das Klinikum Stuttgart die Bereiche zur Behandlung von Krebserkrankungen und trägt der wachsenden Bedeutung der ambulanten Versorgung Rechnung, insbesondere mit der großen onkologischen Tagesklinik sowie den interdisziplinären Sprechstunden. Die gesamte Klinik für Nuklearmedizin mit modernen Funktionseinheiten und einer Abklinganlage ist ebenfalls eingezogen.
Nach dem erfolgreichen Rückbau des Altgebäudes startet 2026 der Neubau des nächsten Bauabschnitts. Im neuen Gebäude werden mehrere zentrale Einrichtungen des Klinikums untergebracht. Herzstück wird der neue Zentral-OP mit zunächst 17 OP-Sälen auf zwei Etagen sein. Ebenso bedeutsam für das Klinikum und die Stadt Stuttgart ist die neue Interdisziplinäre Notaufnahme (INA) im Erdgeschoss des neuen Gebäudes. Hier werden optimale Voraussetzungen geschaffen, um Notfälle bestmöglich und interdisziplinär zu versorgen.
Nicht nur Patienten und Mitarbeitende werden von dem Neubau profitieren. Das Stadtklima soll durch eine neu entstehende Grünfuge und die damit einhergehende Frischlufteinströmung in die Stadt verbessert werden. Zudem wird die zum Katharinenhospital führende Kriegsbergstraße deutlich aufgewertet, indem sie für Fußgänger und Radfahrer freundlicher gestaltet wird.
Dieses Projekt teilen:(geplante) Bauzeit des aktuellen Bauabschnitts:
Q3/2026 – 2029
Besonderheit:
Neubau im laufenden Betrieb
Fertige Bauabschnitte:
Zentrale Patientenaufnahme, radiologische Kliniken, Innere Medizin, interdisziplinäre Intensivstation mit über 60 Betten, hämato-onkologische Transplantationsstation, Endoskopieabteilung, Stuttgart Cancer Center, onkologische Tagesklinik, Klinik für Nuklearmedizin
Bauabschnitt ab 2026 im Bau:
Zentral-OP mit zunächst 17 OP-Sälen auf zwei Etagen, Interdisziplinäre Notaufnahme, Grünfuge zur Verbesserung der Frischlufteinströmung
Klinikum der Landeshauptstadt Stuttgart gKAöR
Arcass Planungsgesellschaft mbH
ARGE KS - Gustav Epple Bauunternehmung GmbH und Salvia Elektrotechnik GmbH (Bauabschnitt 1)
THOST Projektmanagement GmbH




