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Das Neue Gartenfeld, Berlin

Die von den Spandauer Schifffahrtskanälen umgebene Insel Gartenfeld liegt im äußersten nordwestlichen Bereich von Siemensstadt an der Grenze zu Tegel. Auf einem ehemaligen Industriegelände von Siemens entstehen nach langem Stillstand Gebäude mit insgesamt etwa 3.700 Wohn- und über 600 Gewerbeeinheiten auf einer über 30 Hektar großen Baufläche. Das Gebiet gilt als eines der wichtigsten Neubauareale der Stadt nach der Stilllegung des Flughafens Tegel.

Die Wohnungsbaugenossenschaft „Am Ostseeplatz“ eG realisiert hier als Teil der Quartiersentwicklung „Das Neue Gartenfeld“ gemeinsam mit ALAS Alarcon Linde Architects rund 320 neue Wohnungen in Holzbauweise. Durch kostengünstiges Bauen, geringe Betriebskosten und Fördermittel aus öffentlicher Hand wird Wohnraum zu günstigen Mieten geschaffen. Alle Wohnung sind durch die Berliner Wohnungsneubauförderung gefördert und an den dort festgelegten Mietpreis für Sozialwohnungen gebunden: je nach Fördermodell 7,00€/m², 9,50€/m² oder 11,50€/m² nettokalt.

Das Wohnungsangebot im Gartenfeld richtet sich an alle Gesellschaftsgruppen, mit besonderem Blick auf Menschen, die es schwierig haben, Wohnraum zu finden. Das schließt neben Menschen mit wenig Geld insbesondere Menschen mit Beeinträchtigungen ein. Im Sinne des „design for all“ wird ein möglichst großer Anteil der Wohneinheiten barrierefrei erstellt. Es wird bereits in der Planungsphase mit verschiedenen sozialen Trägern zusammengearbeitet, um besondere Wohnformen zu ermöglichen. So ist zum Beispiel eine betreute Wohngemeinschaft für an Demenz erkrankte Personen geplant sowie betreute Wohngemeinschaften für Personen im Rollstuhl oder Personen mit geistiger Behinderung mit erhöhtem Pflegebedarf. Auch werden Wohnungen dem Housing-First Programm zur Verfügung gestellt, das obdachlose Menschen mit Wohnraum versorgt und unterstützend agiert.

Gemeinschaftliche Angebote für die Bewohner:innen sind ein wichtiger Teil des Projekts. Dies umfasst sowohl gemeinschaftliche Wohnformen (sog. Wohnungscluster) als auch das Angebot von Gemeinschaftsräumen, Gemeinschaftsgärten und Dachgewächshäusern (Urban Farming), deren Nutzung von den späteren Bewohner:innen mitgestaltet werden kann. Bei den gewerblichen Nutzungen liegt der Schwerpunkt auf Quartiersversorgung und sozialen Dienstleistungen.

Geplant wird in serieller Holzbauweise und nach den Kriterien des Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude (QNG). Das Siegel sieht die Erfüllung allgemeiner und besonderer Anforderungen an die ökologische, soziokulturelle und ökonomische Qualität von Gebäuden vor. Auch darüber hinaus verfolgt die Genossenschaft hohe Ziele der Nachhaltigkeit und hat gemeinsam mit Partnerinnen der TU Berlin ein innovatives, partizipatives Konzept für natürlichen Klimaschutz und die Nutzung der Ressource Wasser entwickelt, das Wasserkreislaufkonzepte mit gebäudeintegrierten Farming- und klimawirksamen Freiraumgrün-Konzepten kombiniert.

Errichtung:
2025 bis 2029

Nutzfläche:
ca. 20.000 m²

Wohneinheiten:
ca. 320

Gewerbefläche:
ca. 1850 m²

Bauherr:
Wohnungsbaugenossenschaft „Am Ostseeplatz” eG
Architekt:
ALAS Alarcon Linde Architects PartG mbB
Partner am Bau:

Projektgalerie