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Energetische Sanierung der Battonnhöfe in Frankfurt

Frankfurt am Main steht exemplarisch für die Herausforderungen innerstädtischer Wohnquartiere im 21. Jahrhundert: stark steigende Energiepreise und alternde Bausubstanz bei gleichzeitig hoher Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum. Genau in diesem Spannungsfeld liegt an der Battonnstraße in Frankfurt das städtebauliche und energetische Transformationsprojekt der Battonnhöfe, das seit 2021 realisiert wird.

Das Ensemble aus elf Wohngebäuden mit rund 15.225 m² Bruttogrundfläche wird in vier Bauabschnitten generalsaniert und modernisiert. Ziel ist nicht nur die energetische Sanierung, sondern auch der Erhalt einer Nachbarschaft, die durch den Bauprozess nicht auseinandergerissen wird. Statt die Gebäude vollständig zu entmieten, verläuft die Baumaßnahme im bewohnten Bestand. Die Bewohnerinnen und Bewohner ziehen jeweils temporär in Interimswohnungen innerhalb des Ensembles um und kehren nach Abschluss der Bauarbeiten wieder in ihre grundsanierten Wohnungen zurück. So bleibt die bestehende Mieterstruktur erhalten.

Diese Vorgehensweise hat Konsequenzen für Planung und Bauablauf: Die Bauphasen müssen nicht nur technisch und energetisch durchdacht, sondern auch in enger Abstimmung mit der sozialen Nutzung organisiert werden. Umzüge, Bauzeiten und Nutzungskonzepte greifen hier eng ineinander, um Belastungen für die Bewohnenden zu minimieren. In den Battonnhöfen übernimmt THOST Projektmanagement diese Aufgabe als durchgängige Bauherrenvertretung sowie in der Projektsteuerung nach AHO, ergänzt durch eine kontinuierliche Bauherrenunterstützung sowie das Umzugs- und Mietermanagement.

Ursprünglich entstand das Ensemble der Battonnhöfe im 19. Jahrhundert, wurde jedoch im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört und in 1950er-Jahren neu errichtet. Teile der Sandsteinfassaden stehen unter Denkmalschutz, werden entsprechend instandgesetzt und in ein zeitgemäßes Fassadenkonzept eingebunden.

Das gestalterische Konzept von MOW Architekten nimmt Elemente der Nachkriegsmoderne – zum Beispiel Balkongeländer im Stil der 50er Jahre – auf und interpretiert sie neu, kombiniert mit einem differenzierten Farbkonzept der Häuser. Der neu gestaltete Innenhof wird zum grünen Herz des Quartiers, wo soziale Begegnung aller Altersgruppen stattfinden kann. Bestehender Baum- und Strauchbestand bleibt erhalten und verbessert das Mikroklima im Quartier. Der erste Bauabschnitt wurde im Mai 2025 abgeschlossen und wieder in Nutzung genommen. Die weiteren Abschnitte laufen sequenziell und immer mit dem Anspruch, energetische, soziale und architektonische Ziele zusammenzuführen.

Baustart:
2024

(geplante) Fertigstellung:
2028

Nutzungsart:
Wohnungsbau mit 100 Wohneinheiten

Fläche:
15.225 m²

Bauherr:
Alte Leipziger Lebensversicherung a.G.
Architekt:
MOW Architekten GmbH
Projektsteuerung:
THOST Projektmanagement GmbH

Projektgalerie